Aktuelles

Wenn der Weihnachtsmann baden geht,

weiß jeder, es ist wieder soweit!

Das „6. internationale Weihnachtsspringen für Sportstudenten und solche, die meinen es zu sein“ der JGU-Mainz wurde auch dieses Jahr vom Master of Education Kurs Sport Schwimmen 3, unter der Zuversicht des Schwimmdozenten Herrn Dr. Robert Collette, organisiert und gestaltet.

Für das Motto „Weihnachten auf Hawaii“ wurde die Schwimmhalle auf dem Campus in eine winterliche Sommeroase verwandelt. Nadelzweige und Palmen, Weihnachtsmusik und eine schwimmende Chill-Out-Zone, sorgten für das passende Feeling.

Vom Catwalk auf der Planke mit kreativen und teilweise knappen Outfits über ein Kokosnusszielwerfen und der klassischen „Arschbombe“ bis zum spektakulären Freestyle Springen, war für jeden etwas dabei.

Die Sprünge der Sportaktiven wurden von einer Jury mit hohen Punktzahlen belohnt und von den vielen ZuschauerInnen bis zur Siegerehrung applaudierend gefeiert. Zudem war erstmalig ein Team vom SWR dabei, um das Event filmisch zu begleiten (Wenn der Weihnachtsmann baden geht)

Vielen Dank an alle teilnehmenden Teams, deren Einfallsreichtum kreativer hätte kaum sein können und das spaßige Event zu einem wahren Weihnachtsspringen gemacht haben!

Herzlichen Glückwunsch an „Team 21“, die Titelverteidiger und Sieger des diesjährigen Springens und weihnachtliche Grüße an den Fachbereich Sport, der solch schöne Veranstaltungen auch in Zukunft ermöglichen möge.

Euer Master of Education Kurs Schwimmen 3,
WiSe 2017/18

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Jahrestagung der dvs-Sektion Trainingswissenschaft in Mainz

Unter dem Motto TRAINING im SPORT fand vom 20. bis 22. September 2017 die 14. Jahrestagung der dvs-Sektion Trainingswissenschaft in Mainz statt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der Abteilung Theorie und Praxis der Sportarten (Leiter Prof. Dr. Mark Pfeiffer) des Instituts für Sportwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität.

An den drei Tagen konnten die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer drei Hauptvorträge mit anschließendem „Meet the Expert“ und 16 Arbeitskreisen mit mehr als 60 Beiträgen besuchen. Das Themenspektrum der Arbeitskreise reichte von High-Intensity-Training (HIT), über Wearables und Athletenmonitoring, Sportspielanalyse, Trainingsprozessanalyse, Kraftdiagnostik und -training bis hin zu Hypoxie im Sport (Tagungsband & Abstracts).

Univ.-Prof. Dr. Urs Granacher Universität Potsdam

Für die Hauptvorträge konnten drei international renommierte Wissenschaftler zu den Themengebieten Nachwuchstraining, Ausdauertraining und Sportspieltraining gewonnen werden. Im Anschluss an die Hauptvorträge erhielten die Teilnehmenden in einer „Meet the expert“ Session die Möglichkeit, mit den Vortragenden in ungezwungener und persönlicher Atmosphäre über konkrete Fragen und aktuelle Forschungsthemen zu diskutieren.

Den Auftakt machte Prof. Dr. Urs Granacher (Universität Potsdam) mit seinem Beitrag „Die Bedeutung von Krafttraining im langfristigen Leistungsaufbau“. Bezugnehmend auf die aktuelle Befundlage und die eigenen Forschungsarbeiten im Projekt „Krafttraining im Nachwuchsleistungssport: KINGS-Studie“ hat Prof. Granacher aufgezeigt, dass die vielfach geäußerten Vorbehalte gegen Krafttraining im Kindes- und Jugendalter einer wissenschaftlichen Grundlage entbehren. Vielmehr verdeutlicht der differenzierte Blick auf die Studienlage, dass ein verantwortungsvoll und wissenschaftlich fundiertes Krafttraining unter Berücksichtigung des biologischen Reifegrads positive Effekte sowohl für die Leistungsoptimierung als auch die Verletzungsprävention hat.

Prof. Dr. Stephen Seiler
University of Agder, Norway

Im zweiten Hauptvortrag „Dose-response characteristics in endurance training for highly trained athletes” erläuterte Prof. Dr. Stephen Seiler (University of Agder, Norway) die akuten und chronischen Effekte von Ausdauertraining im Leistungssport. Eingeführt wurde ein Dosis-Wirkungs-Modell mit dem Ziel, sowohl mögliche positive als auch negative Trainingsfolgen aufzuzeigen. Es folgte ein Überblick zum Forschungsstand im Bereich High-Intensity-Training, wobei Prof. Seiler seine eigenen Arbeiten kritisch einordnete. Zusammenfassend wurde für die klassischen Ausdauersportarten trotz zum Teil positiver Effekte von HIT auf die körperliche Leistungsfähigkeit die große Bedeutung von hohen Trainingsumfängen im niedrigen Intensitätsbereich herausgestellt.

 

 

 

 

Assoc. Prof. Dr. Magni Mohr
University of Faroe Islands & University of Gothenburg, Sweden

 

Im letzten Hauptvortrag gab Prof. Dr. Magni Mohr (University of Faroe Islands and University of Gothenburg, Sweden) unter dem Titel „Fitness Training in Team Sport – from science to practical execution” tiefgehende Einblicke in den aktuellen Forschungsstand und seine Forschungsarbeiten. Ausgangspunkt seiner Betrachtungen ist die sportspielspezifische Belastungsstruktur, die von vielen hochintensiven Sprint-Belastungen, unterbrochen von Phasen mit niedriger Intensität, geprägt ist. Physiologische Messungen und muskelbioptische Untersuchungen zeigen, dass sowohl die aerobe als auch die anaerobe Energiebereitstellung stark beansprucht sind, was zu unterschiedlichen Arten der Ermüdung führt. Dieser Erkenntnis sollte das Konditionstraining in den Sportspielen Rechnung tragen.

Neben „klassischen“ Arbeitskreisen fand im Rahmen der Tagung ein Workshop zum Thema „Trainingswissenschaft an Olympiastützpunkten“ statt. Zu dem von Prof. Dr. Ilka Seidel und Eberhard Nixdorf gemeinsam mit den Ausrichtern organisierten Workshop waren Experten der Olympiastützpunkte eingeladen, ihre trainingswissenschaftlichen Arbeiten und Projekte vorzustellen. In den vier Beiträgen wurde deutlich, dass die Trainingswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler an den Olympiastützpunkten in zwei Bereichen gefordert sind. Zum einen beim unmittelbaren Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in die Leistungssportpraxis und zum anderen, wenn es darum geht, die Wirksamkeit wissenschaftlich fundierter Handlungsempfehlungen in der konkreten Umsetzung zu überprüfen. Die Olympiastützpunkte arbeiten hier mehrheitlich mit anderen Wissenschaftspartnern wie IAT, FES und universitären Einrichtungen zusammen.

Mit der Jahrestagung wurde weiterhin das Ziel verfolgt, den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der Trainingswissenschaft anzusprechen und für die Mitarbeit in der Sektion zu begeistern. Unter anderem wurde der Nachwuchspreis der Jahrestagung der dvs-Sektion Trainingswissenschaft 2017 mit insgesamt 550 Euro für die drei Erstplatzierten ausgelobt. Die sechsköpfige Jury ermittelte aufgrund der Präsentationen von 11 Bewerberinnen und Bewerbern folgende Preisträger:

  1. Platz - Alexander Törpel (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)
    Einsatz von intermittierender normobarer Hypoxie zur Gesundheitsförderung
  2. Platz - Lukas Zwingmann (Deutsche Sporthochschule Köln)
    Ein modifizierter Laktat-Minimum-Test als alternatives Verfahren in der Ausdauerleistungsdiagnostik
  3. Platz - Monika Pauls (TU Kaiserslautern)
    Influence of a core stability training program on trunk control during lateral movements

Die Preisverleihung fand im feierlichen Rahmen während der Abendveranstaltung am 21. September 2017 in der alten Mensa der Johannes Gutenberg-Universität statt.

In der Sektionsversammlung am Mittwochabend wurde mit Prof. Dr. Billy Sperlich (Julius-Maximilians-Universität Würzburg) ein neuer Sprecher der dvs-Sektion Trainingswissenschaft gewählt. Neben dem stellv. Sprecher Prof. Dr. Mark Pfeiffer (Universität Mainz) gehören zukünftig Prof. Dr. Lars Donath (Universität Basel, DSHS Köln), Prof. Dr. Michael Fröhlich (TU Kaiserlautern), Prof. Dr. Ilka Seidel (OSP Niedersachen) und Dr. Thimo Wiewelhove (Ruhr-Universität-Bochum) dem Sprecherrat an.

Die Ausrichter und die dvs-Sektion Trainingswissenschaft blicken auf drei ereignisreiche Tage zurück und bedanken sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihren Beitrag zum erfolgreichen Gelingen der Tagung.

 

Univ.-Prof. Dr. Stefan Müller-Stach
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Prof. Dr. Slobodan Jaric – Gastvortrag am Institut für Sportwissenschaft

Vom 12. - 14.06.2017 war Prof. Dr. Slobodan Jaric von der University of
Delaware (USA) zu Gast in der Abteilung Theorie & Praxis der Sportarten.

Prof. Jaric ist ein international anerkannter Wissenschaftler mit zahlreichen Publikationen und Gutachtertätigkeiten auf dem Gebiet der Biomechanik und des Motorischen Lernens. Nach der Promotion im Bereich der Bewegungswissenschaft an der Universität Belgrad (Serbien), forschte er mehrere Jahre an Universitäten in Schweden und Brasilien bevor er vor ca. 15 Jahren eine Professur am Departement for Kinesiology & Applied Physiology an der University of Delaware annahm. Zur Zeit ist Prof. Jaric wieder in Belgrad tätig und folgt zeitweise einem Lehrauftrag an der Universität in Kattowitz (Polen).

Während seines Besuchs in Mainz hielt Prof. Jaric eine Vorlesung in der Veranstaltung „Sportwissenschaftliche Datenerhebungsmethoden“ des B.A. Studiengangs zur Diagnostik mechanischer Muskeleigenschaften und berichtete anschließend vor Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts für Sportwissenschaft über einzelne Studien u. a. zur Kraft-Geschwindigkeitsrelation des menschlichen Muskelapparats.

 

 

 

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Mainzer Fitness-Check beim Kinderfestival 2017 im Volkspark

Die Abteilung Theorie und Praxis der Sportarten hat beim Kinderfestival 2017 im Volkspark mit ca. 70.000 Besucher gemeinsam mit der Abteilung Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Mainz und dem Landessportbund Rheinland-Pfalz (Abteilung Leistungssport) einen Fitness-Check für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren durchgeführt. Dabei waren von den Kindern folgende Stationen des Deutschen Motorik-Tests (DMT) zu absolvieren:

  • 20 Meter-Sprint
  • Balancieren Rückwärts
  • Seitliches Hin- und Herspringen
  • Rumpfbeuge
  • Liegestütz
  • Sit-ups
  • Standweitsprung

Während die Kinder sich bewegten und die Tests äußerst motoviert durchführten, wurden die Eltern zu ihren sportlichen Aktivitäten und zum Sportengagement ihrer Kinder befragt. Studierende des Instituts für Sportwissenschaft haben den Fitness-Check im Rahmen ihrer Bachelorarbeit geplant und die Durchführung beim Kinderfestival tatkräftig unterstützt.

Vielen Dank!

 

 

 

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Regeneration im Leistungssport – der Schlüssel zum Erfolg?

Ein zweitägiger Workshop am 17. und 18. Februar 2016 an der Fakultät für Sportwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum mit über einhundert Teilnehmern aus Sportwissenschaft und Sportpraxis widmete sich im Leistungssport bedeutsamen Fragen der Regeneration. Neben der akkuraten Bestimmung von Ermüdung und Regenerationsbedarf standen erholungsfördernde Maßnahmen im Vordergrund. Diskutiert wurden dabei Themen wie Kaltwasserimmersion und Sauna, Massage, Foam Rolling und Kompressionskleidung sowie das Problem des guten und erholsamen Schlafes von Athleten, die täglich um sechs Uhr trainieren oder auf dem Weg zur Wettkampfstätte Kontinente und Zeitzonen überwinden müssen. Gastgeber waren die Leiter des langjährigen und interdisziplinären Verbundprojekts „Regenerationsmanagement im Spitzensport“ (kurz: REGman) und das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) als Initiator des Projekts. REGman wird gemeinsam von dem Sportmediziner Prof. Tim Meyer (Universität des Saarlandes, 1.v.l), den Trainingswissenschaftlern Prof. Alexander Ferrauti (Ruhr-Universität Bochum, 4.v.l.) und Prof. Mark Pfeiffer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 3.v.l.) sowie dem Sportpsychologen Prof. Michael Kellmann (Ruhr-Universität Bochum, 2.v.l.) geleitet (www.regman.org). Unter den Teilnehmern befanden sich zahlreiche Vertreter aus dem bundesdeutschen leistungssportlichen Unterstützungssystem wie dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und deren Dachverbänden mit Bundestrainern und Wissenschaftskoordinatoren aus zahlreichen Sportarten.

 

Zum bilateralen Wissenstransfer standen zunächst die Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Projektgruppe aus über zwanzig Teilstudien zum bestmöglichen Regenerationsmanagement im Vordergrund. Anschließend berichteten geladene Experten über die besonderen Anforderungen und die Regenerationspraxis in verschiedenen Sportarten wie Schwimmen (Prof. Dr. Volker Höltke), Radsport (Thomas Kaufmann), alpiner Skilauf (Karlheinz Waibel), Gewichtheben (Jochen Stüber), Handball (Thorsten Ribbecke), Eishockey (Gerrit Keferstein) und Tennis (Peter Pfannkoch). In einer abschließenden Diskussion wurde von beiden Seiten herausgestellt, dass viele Maßnahmen alleine oder in Kombination miteinander sinnvoll einsetzbar sind, dass deren erholsame und leistungssteigernde Wirksamkeit jedoch stets individuell in Abhängigkeit von den besonderen Bedingungen in einer Sportart und den sehr persönlichen Bedürfnissen der einzelnen Athleten systematisch erfasst werden muss. Abschließend fanden sich die Teilnehmer in kleineren Workshop-Gruppen zusammen. Dabei ging es unter anderem um die statistische Vorgehensweise der Individualisierung, den Druckgradienten bei Kompressionskleidung, den Umgang mit Kälteanwendungen ("Eistonne"), den Kurzschlaf und die darin schlummernde Power sowie die praktischen Kniffe des Ausrollens auf verschiedenen Gegenständen. Im neuen Gebäude der Fakultät für Sportwissenschaft fanden alle Teilnehmer ein ideales Umfeld für alle theoretischen und praktischen Veranstaltungen. Der Workshop mit dem Thema REGman-Tests zur neuromuskulären Muskelfunktionsdiagnostik fand im MoveLab, einem technologisch hochmodern ausgestatteten Großraumlabor der Bochumer Fakultät, eine ideale Plattform. Der Status Quo des Wissensstandes wurde von den Projektleitern anlässlich des Workshops in einer 120-seitigen Broschüre zusammengefasst und allen Teilnehmern kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies kann jedoch nur den Anspruch einer Zwischenbilanz erfüllen, da zahlreiche neue Forschungsfragen identifiziert wurden, die von der Projektgruppe in Zukunft in Angriff genommen werden.

 

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