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SportInForm November 2020 – "MeinSport – probieren, trainieren, ein Leben lang!"

LSB-Projekt zur Bewegungs- und Talentförderung in RLP / Institut für Sportwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz als Kooperationspartner

„ Zähl mal auf, welche Sportarten du schon ausprobiert hast!“ „Welche Sportart magst du am liebsten?“ „Was macht dir an Handball denn besonders viel Spaß?“

Diese und viele weitere Fragen zu  verschiedensten sportlichen Präferenzen beantworten die rund 120 Kinder des MeinSport-Projektes des  Landessportbundes in Kooperation mit dem Institut für Sportwissenschaft der Johannes Gutenberg- Universität aktuell im Rahmen wissenschaftlicher Interviews. Im Rahmen eines vom rheinland-pfälzischen Ministerium des Innern und für Sport geförderten Projekts des LSB (Abteilung Leistungssport) in Kooperation mit dem Institut für Sportwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Projektleitung: Prof. Mark Pfeiffer) wurden seit dem Projektbeginn im Jahr 2018 erste Schritte in Richtung einer nachhaltigen  Talentförderung in RLP eingeleitet. Im nächsten Arbeitsschritt konnten mit dem Ministerium für Bildung RLP und der Abteilung Sportpädagogik und -didaktik der  JGU Mainz (Prof. Tim Bindel) kompetente Partner für ein Pilotprojekt zur Bewegungs- und Talentförderung an rheinland-pfälzischen Grundschulen gewonnen werden. Mit dieser Ausrichtung wurde auf Seiten des LSB die Abteilung Schulsport beratend einbezogen. Unter dem Motto „MeinSport – probieren, trainieren, ein Leben lang!“ nehmen Kinder von fünf Partnerschulen mit  Ganztagskonzept im Zeitraum von August bis Dezember 2020 an zwei Nachmittagen pro Woche an einem qualitativ hochwertigen Bewegungsangebot teil. Das Angebot bietet einen Zugang zu vielfältigem  Sporttreiben mit dem Ziel, das individuelle Interesse am Sport zu wecken und zu stärken.

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„MeinSport – probieren, trainieren, ein Leben lang!“

Sportliche Höchstleistungen sind das Ergebnis eines langfristigen, pädagogisch geführten Leistungsaufbaus (LLA), der in den meisten Sportarten bereits im Kindesalter beginnt und die Grundlagen für zukünftige, international konkurrenzfähige Spitzenleistungen schafft. Aus sportpolitischer Sicht soll der Nachwuchsleistungssport eine Spitzenposition Deutschlands im internationalen Vergleich sichern und den Stellenwert des Leistungssports in der Gesellschaft erhöhen (Deutscher Olympischer Sportbund, 2013). Um dies zu erreichen, gilt es, sportlich talentierte Kinder und Jugendliche zu finden und sie unter Berücksichtigung ihrer individuellen Entwicklung für ein dauerhaftes wettkampf- und leistungsbezogenes Engagement im Sportverein zu begeistern.

Die langfriste Partizipation von Kindern und Jugendlichen am Sport gelingt vor allem durch Ausprobieren verschiedener Sportarten, das vielfältige Sammeln von Bewegungserfahrungen und das eigenständige Entwickeln von Bewegungsideen. Vor dem Hintergrund aktueller Theoriepositionen und der Wirksamkeit bestehender Talentsichtungsprogramme wird ein Forschungsdesiderat dahingehend abgeleitet, dass vor allem bezüglich der ersten Phase der Talententwicklung, d. h. des Zugangs zum Sport und der Entdeckung des Sports, ein Erkenntnisdefizit besteht. Dieses ergibt sich aus einer bislang vernachlässigten Einbeziehung der Kindperspektive und einem Mangel an interdisziplinären, dynamisch-interaktionistischen Forschungsansätzen mit einer Breite an methodischen Zugängen (Methodenpluralismus) (Baker et al., 2019).

In Kooperation mit dem Landessportbund Rheinland-Pfalz und dem Ministerium für Bildung RLP führt die Abteilung Theorie und Praxis der Sportarten in diesem Halbjahr ein Projekt zur Bewegungsförderung im Ganztag durch. Unter dem Motto „MeinSport – probieren, trainieren, ein Leben lang!“ soll Kindern an unseren sechs Partnergrundschulen mit Ganztagskonzept im Großraum Mainz zwischen August und Dezember 2020 an zwei Nachmittagen in der Woche ein qualitativ hochwertiges Bewegungsangebot zur Verfügung gestellt werden. Dieses soll Zugang zu vielfältigem Sporttreiben bieten und individuelle Interessen stärken. Vor allem die sportpädagogische Forschung legt nahe, dass interessenorientierte Sportangebote wesentlich dazu beitragen können, mehr Kinder für ein dauerhaftes, auch leistungs-sportliches Engagement im Sportverein zu begeistern. Aus diesem Grund wurden in Kooperation mit der Abteilung Sportpädagogik/ -didaktik des Instituts für Sportwissenschaft pädagogisch hochwertvolle Interventionen entwickelt, die im Rahmen des MeinSport-Projektes von insgesamt 12 Studierenden (MeinSport-Coaches) über einen Zeitraum von 12-15 Wochen durchgeführt werden.

Methodisch soll eingangs neben dem Interesse (Interviews) und den individuellen Bewegungspräferenzen (digital gestützte Befragung) auch die sportliche Vergangenheit der Kinder und Ihrer Eltern (Fragebögen) sowie die sportmotorische Leistung erfasst werden. Mit Hilfe des theoriegeleiteten Forschungsrahmens soll der Einfluss eines interessenorientierten Sportangebots auf die sportmotorischen Leistungsvoraussetzungen, das Interesse, die Bewegungs-/Sportartpräferenz und die Motivation sowie deren Wechselbeziehung untersucht werden.

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Neuerscheinung - Einführung in die Trainingswissenschaft

  • Sportliches Training hat sich in den zurückliegenden Jahren zum festen Bestandteil einer aktiven Lebensführung entwickelt. Es gehört mittlerweile zum „Lifestyle“ nahezu aller Generationen. Die stürmische Entwicklung des sportlichen Trainings als Teil der Alltagskultur hat natürlich auch Auswirkungen auf die Trainingswissenschaft.
  • Andreas Hohmann, Martin Lames und Mark Pfeiffer legen das erste deutschsprachige Lehrbuch vor, das dem erweiterten Verständnis des sportlichen Trainings Rechnung trägt.
  • Ausgehend von Überlegungen zu Methoden und Forschungsansätzen der Trainingswissenschaft betrachten sie daher neben dem „klassischen“ Anwendungsfeld des Leistungssports auch die Bereiche Schul-, Fitness-, Gesundheits- und Alterssport.
  • Merksätze, Exkurse und Fragen zur Lernkontrolle strukturieren die Darstellung und erleichtern die Prüfungsvorbereitung.

REGman – Videowettbewerb des BISP

Im Rahmen des Videowettbewerbs des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISP) sind fünf Beiträge aus dem Projekt Regenerationsmanagement im Spitzensport (REGman) erschienen:


REGmon – Regenerationsmanagement durch Athletenmonitoring


Individualisiertes Ermüdungsmonitoring


Regenerationsverfahren


Optimale Belastungs- und Erholungssteuerung


Schlafoptimierung

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Bericht, Broschüre und Videos zum 2. REGman-Workshop

Am 13. und 14. Februar 2020 fand der 2. REGman-Workshop mit über 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Sportpraxis und Sportwissenschaft am Institut für Sportwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt. Gastgeber waren die Leiter des seit 2012 geförderten interdisziplinären Verbundprojekts „Regenerationsmanagement im Spitzensport“ (kurz: REGman) und das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) als projektfördernde Einrichtung. REGman wird gemeinsam von dem Sportmediziner Prof. Tim Meyer (Universität des Saarlandes), den Trainingswissenschaftlern Prof. Alexander Ferrauti (Ruhr-Universität Bochum) und Prof. Mark Pfeiffer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) sowie dem Sportpsychologen Prof. Michael Kellmann (Ruhr-Universität Bochum) geleitet.

 


Bericht


Videomitschnitte aller Vorträge


Mitschnitt der Podiumsdiskussion


2. REGman-Broschüre (PDF, 9 MB)


1. REGman-Broschüre (PDF, 25 MB)


 

Tag der offenen Tür 2020

Wie in den vergangenen Jahren, freute sich die Abteilung Theorie & Praxis der Sportarten auch im Januar 2020 wieder darauf, interessierten Schülerinnen und Schülern das spannende Themenfeld sportwissenschaftlicher Forschung praxisnah, ansprechend und interaktiv im Dialog zu präsentieren.

Hierzu wurden das Forschungsprofil der Abteilung skizziert und zwei Testsysteme, die im Bereich der Talentdiagnostik häufig eingesetzt werden, demonstriert:

  • interaktives Lichtschrankensystem zur Messung der Reaktions- und Handlungsschnelligkeit
  • Talent-Diagnose-System (TDS)

Dabei legten die Schülerinnen und Schüler die anfängliche Zurückhaltung schnell ab, probierten die Tests interessiert aus und konnten nebenbei Fragen stellen, die sie zum Studium der Sportwissenschaft beschäftigten.

REGman-Projekttreffen in Mainz

Am 5. und 6. Dezember 2019 tagte die REGman-Projektgruppe in Mainz. Ein zentraler Punkt war die Konkretisierung des zweiten REGman-Workshops, welcher am 13. und 14. Februar in Mainz stattfindet und zu dem das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) herzlich einlädt. Der REGman-Workshop soll den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Sportpraxis und den gegenseitigen Austausch zwischen allen Beteiligten anregen und unterstützen. Die Veranstaltung richtet sich mit praxisnahen Vorträgen, Workshops und Diskussionen insbesondere an Vertreterinnen und Vertreter der Sportpraxis. Weitere Informationen, wie z.B. das Programm und Anmeldemöglichkeiten, finden Sie hier oder in diesem Flyer. Außerdem werden weitere Informationen auch über die Kanäle des BISp (SPORTWISS-Liste, Homepage, YouTube, Facebook, usw.) verbreitet. Das Projektteam freut sich auf den Workshop und alle interessierten Gäste.

Die REGman-Projektgruppe in Aktion.

Im Rahmen des Projektreffens wurde zudem der turnusmäßige Austausch zu methodischen und inhaltlichen Aspekten der geplanten, laufenden und bereits abgeschlossenen Studien durchgeführt. Das Modul zu den aggregierten Fallanalysen wurde aufgearbeitet und der aktuelle Stand der Athletenmonitoring-Plattform REGmon präsentiert und diskutiert.

Dr. Robert Collette zum Sprecher der dvs-Kommission Schwimmen gewählt

v.l.n.r.: Dr. Kathleen Golle (Uni Potsdam), Dr. Robert Collette (Uni Mainz), Janina-Kristin Götz (Uni Bochum), Dr. Detlef Beise (Uni Leipzig), Dr. Andreas Hahn (Uni Halle-Wittenberg), Dr. Miriam Hilgner (Uni Darmstadt), Dr. Gerlinde Hemmling (Uni Frankfurt) & Daniel Großarth (Uni Göttingen). Foto: Hans-Jürgen Gruner, evoletics

Auf der diesjährigen Sitzung der Kommission Schwimmen der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), die während der Fachtagung „Schwimmen Lehren und Lernen in der Grundschule - Bewegungserlebnisse und Sicherheit am und im Wasser“ am 4./5. Dezember 2019 in Dresden stattfand, wurde Dr. Robert Collette zum neuen Sprecher gewählt. Damit wechselt Dr. Andreas Hahn (Uni Halle-Wittenberg) nach 15-jähriger Amtszeit als Sprecher zusammen mit Ilka Staub (DSHS Köln) in den Sprecherrat.

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Software gestützte Spielanalysen – Demonstration Athlyzer

Anfang November lud das Institut für Sportwissenschaft der JGU Mainz Gerrit Kollegger als Vertreter des Unternehmens Athlyzer ein, um die gleichnamige Software vorzustellen.
Kurzweilig und verständlich wurden die Stärken der Video-Software demonstriert und unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten in Forschung und Lehre diskutiert.
Als auf Mainzer Seite Verantwortlicher dankt Christian Winter Herrn Kolleger stellvertretend auf diesem Wege nochmals und zeigt sich zuversichtlich, dass eine zukünftige enge Zusammenarbeit sinnvoll ist und für beide Seiten einen Mehrwert bietet.

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